Der Markt

 

 

Der Zöppkesmarkt wurde 1969 von dem Solinger Werbeverkäufer Karl-Ernst Evertz als Sprecher des rheinisch-bergischen Verbandes mit Unterstützung des Solinger Tageblattes (In Person von Herrn Getta) gegründet.

Schon damals gab es eine Arbeitsgemeinschaft ( ARGE), die die Veranstaltung organisierte.

Auf der Wermelskirchener Kirmes haben von weit angereiste Markthändler ihre Ware angeboten und hatten eine Woche Pause bis der Markt in Bonn / Pützchen (Pützchens Markt) begann. Es bot sich also an, noch einen Markt räumlich und zeitlich dazwischen zu organisieren. Evertz schlug einen Kram- und Trödelmarkt vor, dem man den Namen Zöppkesmarkt gab. (Das Zöppken ist eine klassische Solinger Bezeichnung für das kleine Küchen- und Schälmesser.)

Nachdem, einer Umfrage des Solinger Tageblattes zufolge, die Mehrheit der Solinger und der Stadtrat sich darüber einig waren, übernahm der damalige Oberbürgermeister die Schirmherrschaft. Das Werbe-Logo des Marktes schuf der damals noch junge solinger Grafiker Elkmar Platte. Bereits ein halbes Jahr nach der Idee wurde der erste Zöppkesmarkt am ersten Septemberwochenende 1969 eröffnet. Die Resonanz der Händler und Trödler war von Anfang an sehr groß.

Als Vorbild hatte man sich damals einen Markt in Bremen genommen. Auch hier wurden Trödler und Vereine berücksichtigt. Man versuchte eine Mischung von 50/50 (Händler/Trödler) zu erreichen. Auch heute, nach 40 Jahren, wird dieses Verhältnis nach Möglichkeit angestrebt. Es ist aber bedeutend schwerer geworden, denn damals gab es nur den Zöppkesmarkt, heute gibt es jedes Wochenende im Umfeld wenigstens drei Trödelmärkte.

Viele Vereine und Verbände stellten ihren Verkaufserlös karitativen Zwecken zur Verfügung. Heute ist der Zöppkesmarkt ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Solingen. Einzelne Gruppen und Vereine aus Solingen "spezialisierten" sich im Lauf der Jahren auf den Zöppkesmarkt, in dem sie jedes Jahr mit einer Show rund um ihren Verkaufsstand auftreten und damit für unterhaltsame Belustigung unter den Besuchern sorgen.
Eine Empfehlung gilt dem "Fronhof" und dem "Entenpfuhl", auf denen seit jeher die alteingesessenen Vereine auf zum Teil besonders dramatische Weise um die Gunst der Besucher buhlen.

Besonders rund um die Stadtkirche herum hat sich in den vergangenen Jahren ein reger Kinderzöppkesmarkt etabliert, auf dessen knapp 300 Deckenplätzen Kinder an jedem 2. September-Wochenende den Vorbeigehenden ihren Trödel anbieten. Nachdem der Zöppkesmarkt mehrere Jahre mit nur noch drei Verkaufstagen auskommen musste, ist man 2008 - zum 40.Markt - auf 4 Veranstaltungstage zurück gekommen.

Jahr für Jahr kommen mehrere tausende Besucher aus dem engeren oder auch weiteren Umfeld, um sich ein weiteres Mal das unvergeßliche Erlebnis des Solinger Trödler-Schauspiels zu gönnen. Man trifft alte Bekannte zum "tottern", oder "klönen" und genießt das frühherbstliche Wetter auf gut vier Kilometern Marktfläche.



Aktuelle Termine: www.solinger-stadtteile.de